Königsforststr.
Benannt nach dem Königsforst, dem 2.519 Hektar großen Waldgebiet östlich von Köln, das Brück, Bergisch Gladbach und Rösrath berührt. Schon ab dem 5. Jahrhundert wird das Areal als silva regis („Wald des Königs") bezeichnet — seit der fränkischen Eroberung des römischen Köln gehörte er als Bannwald zum Krongut, in dem das besondere königliche Jagdrecht galt. Im Hochmittelalter gehörte er zum Erzbistum Köln, ab 1175 übten die Grafen (später Herzöge) von Berg die Schirmvogtei aus; nach der Säkularisation 1803 fiel der Wald an das Herzogtum Berg, ab 1815 an Preußen, seit 1946 an Nordrhein-Westfalen. Eine der ältesten und wichtigsten Altstraßen, die Brüderstraße, durchquerte den Königsforst und verband das Rheintal mit dem Bergischen Land — über Jahrhunderte hinweg war der Wald die natürliche Grenze zwischen rheinischer und bergischer Region. Heute ist der Königsforst Naturschutzgebiet und beliebtes Naherholungsziel; das 1967 eröffnete Wildgehege Brück liegt mitten in seinem Westteil. Die Königsforststraße ist die direkte Anbindung Brücks an dieses Waldgebiet und einer der prägenden Straßennamen des Veedels.
Quellen: