Straßen·Lexikon Köln · Est. 2026
1 Denkmal

Kopischstr.

Länge
248 m
Hausnummern
51069: ungerade 1–9, gerade 2–14
Fotografien
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Stadtteil
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Benannt nach August Kopisch (1799–1853), schlesischem Maler, Dichter — und vor allem Verfasser des berühmten Kölner Sagengedichts „Die Heinzelmännchen zu Köln" (1836). Kopisch wurde in Breslau geboren, studierte in Prag Malerei, musste aber wegen einer Handverletzung zur Literatur wechseln. In Italien war er befreundet mit August von Platen-Hallermünde und entdeckte 1826 zusammen mit dem Maler Ernst Fries die Blaue Grotte auf Capri. Ab 1828 lebte er in Berlin und erhielt von König Friedrich Wilhelm IV. eine Pension. Sein Heinzelmännchen-Gedicht (in den Gedichten, Berlin 1836) verwandelte eine alte Kölner Volkssage über fleißige Hausgeister, die nachts den Handwerkern die Arbeit erledigten, in einen literarischen Welterfolg — bis heute ist es Schullektüre und das Heinzelmännchen-Brunnenrelief in der Kölner Altstadt eine der beliebtesten Touristenattraktionen. In der Dellbrücker Märchensiedlung steht Kopisch parallel zu Reinick und Humperdinck als literarischer Vater der Märchen-Topographie (siehe Reinickstr., Humperdinckstr.).

Quellen:

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