Dellbrück liegt im rechtsrheinischen Nordosten Kölns und gehört zum Bezirk Mülheim. Mit rund 21.000 Einwohnern auf knapp 10 Quadratkilometern ist es einer der größeren Stadtteile; im Osten grenzt es an Bergisch Gladbach.
Der heutige Stadtteil entstand 1914 aus vier eigenständigen Orten: Alt-Dellbrück, Strunden, Thurn und Hagedorn. Die Besiedlung reicht aber viel weiter zurück – Hügelgräber im Norden belegen Menschen schon in der Hallstattzeit (etwa 1000–500 v. Chr.). Ältester Ortsteil ist Thurn, 1322 als Sitz der Ritter von Thurne erwähnt. Aus dieser Familie ging der Thurner Hof hervor, dessen Fachwerk-Herrenhaus aus dem 16. Jahrhundert mit seinen kreuzstockartigen Fenstern auf Kölner Stadtgebiet einzigartig ist.
Die wirtschaftliche Entwicklung war eng mit dem Strunderbach und seinen Mühlen verbunden – daran erinnern die Strundener Mühle und der Grafenmühlenweg. 1868 brachte die Sülztalbahn den Anschluss ans Eisenbahnnetz, woraufhin sich Industriebetriebe ansiedelten.
Heute ist Dellbrück ein vor allem von Ein- und Zweifamilienhäusern geprägter, grüner Wohnstadtteil. Sehenswert sind der Thurner Hof mit Bauerngarten und Streuobstwiese, das Straßenbahnmuseum Thielenbruch und das Naturschutzgebiet Dellbrücker Heide auf einem ehemaligen Militärgelände. Bekannt ist auch der Fußballverein Preußen Dellbrück, der 1950 das Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft erreichte.