Reinickstr.
Benannt nach Robert Reinick (1805–1852), deutschem Maler und Dichter aus dem Umfeld der Düsseldorfer Malerschule — und einem der wichtigsten Kinder- und Märchendichter des deutschen 19. Jahrhunderts. Reinick wurde in Danzig als Kaufmannssohn geboren, studierte ab 1825 an der Berliner Akademie der Künste, wechselte 1831 an die Düsseldorfer Akademie und reiste 1838 zur Pflichtstudienreise nach Italien. In Dresden, wo er ab 1844 lebte, widmete er sich zunehmend Kinderliedern und Märchen — sein ABC-Buch für große und kleine Kinder (1845) war einer der größten Verkaufserfolge der Kinderliteratur des Vormärz. Sein bekanntestes Märchen ist die Wurzelprinzessin; nach Heinrich Heine war Reinick der meistvertonte deutsche Lyriker des 19. Jahrhunderts (112 Gedichte, 1.796 Vertonungen). Reinick starb 1852 in Dresden. In der Dellbrücker Märchensiedlung gehört seine Straße — gemeinsam mit Kopischstr. und Humperdinckstr. — zur literarisch-musikalischen Reihe der Künstler, die das Märchen ins 19./20. Jahrhundert getragen haben.
Quellen: