Margaretenstr.
Benannt nach der heiligen Margareta von Antiochien (auch Margareta die Jungfrau, gestorben um 305), Pfarrpatronin Liburs und einer der populärsten Heiligen des Hochmittelalters. Margareta gehört zu den Vierzehn Nothelfern und ist Patronin der Schwangeren, Gebärenden und Ammen. Nach der Legende war sie Tochter eines heidnischen Priesters in Pisidien (heute Türkei), wurde von einer christlichen Amme aufgezogen und legte ein Keuschheitsgelübde ab. Als sie den Heiratswunsch des Statthalters Olybrius zurückwies, wurde sie eingekerkert und gefoltert. Im Gefängnis erschien ihr der Teufel in Drachengestalt und drohte, sie zu verschlingen; sie aber besiegte ihn durch das Kreuzzeichen und stellte triumphierend ihren Fuß auf seinen Kopf. Da sie unverletzt aus dem Drachenleib hervorging, wurde sie zur Patronin der Schwangeren. In Libur ist sie seit der Errichtung der ersten Feldkapelle 1582 verehrt; die heutige Pfarrkirche St. Margareta (1909-1911) trägt ihren Namen. Ihr Festtag ist der 20. Juli; in der ikonographischen Darstellung erscheint sie meist mit Drachen an einer Leine und Kreuz.
Quellen: