Straßen·Lexikon Köln · Est. 2026

Martha-Heublein-Str.

Länge
263 m
Hausnummern
51109: ungerade 1–23, gerade 2–72
Fotografien
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Stadtteil
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Benannt nach Martha Heublein, geborene Laiss (18. Februar 1898 in Mülhausen/Elsass – 18. Januar 1945 im Zuchthaus Siegburg), Sekretärin, Übersetzerin, Opernsängerin und Widerstandskämpferin gegen den Nationalsozialismus. Geboren als Französin im damals deutschen Elsass und mit dem Kölner Karl Heublein verheiratet, lebte sie in Köln und gehörte einer deutsch-französischen Freundschafts­gruppe an, die im Krieg ausländische Sender hörte (verbotener „Feindsender"-Empfang), in Luftschutzkellern „kritische Bemerkungen" machte und vor allem entflohene französische Zwangsarbeiter in der eigenen Wohnung versteckte. Am 5. November 1944 wurde Martha Heublein von der Gestapo verhaftet, vor dem Volksgerichtshof angeklagt und am 18. Januar 1945 — wenige Wochen vor Kriegsende — im Zuchthaus Siegburg von einem deutschen Henker hingerichtet. Die Benennung dieser Straße im Jahr 2004 macht sie zu einem festen Bestandteil des Brücker Frauen-Quartiers und reiht sie ein in die Erinnerung an die wenigen, die im NS-Alltag aktiv Widerstand leisteten. Die Brücker Werkstatt für Ortsgeschichte hat ihr Schicksal aufgearbeitet.

Quellen: