Mülheimer Freiheit
Die Mülheimer Freiheit ist die historische Hauptstraße und der namensgebende Kern des alten Mülheim am Rhein. Sie verdankt ihren Namen den weitreichenden Freiheitsrechten, die Graf Adolf VI. von Berg der Mülheimer Siedlung 1322 verlieh: Bürgerrecht mit Steuer- und Dienstfreiheit, eigenes Gericht, Münzrecht und Marktrecht — damit erhob er den Ort zur Bergischen Stadt und versetzte sie in die Lage, mit dem benachbarten Köln zu konkurrieren. Im 18. Jahrhundert siedelten sich entlang der Freiheit zahlreiche reiche protestantische Kaufmannsfamilien aus Köln an, die in der Reichsstadt wegen ihres Glaubens nicht zünftig werden durften — Mülheim wurde so zum bergischen Auffangbecken protestantischer Unternehmer und Pionierstandort der rheinischen Textilindustrie (Andreä, Bräunlich). Bis zur Zerstörung 1944/45, als Mülheim wochenlang an der Frontlinie lag, war die Straße durch spätbarocke Häuser vornehmer Kaufmannsfamilien geprägt; heute ist nur noch ein Bruchteil dieser Bausubstanz erhalten, vor allem rund um die Schifferkirche St. Clemens und am nördlichen Ende beim Mülheimia-Brunnen.
Quellen:
4 Fotografien
Interessantes in der Straße
Verbundene Baudenkmäler
Nr. 2-4: Wohn- u. Geschäftshaus
Nr. 31: Pfarr- u. Wohnhaus
Nr. 33: Wohnhaus
Nr. 69: Wohnhaus
Nr. 71: Wohn- u. Geschäftshaus
Nr. 99: Schule
Nr. 102: Wohnhaus (Fassade, Kellerrest)
Nr. 104: Wohnhaus
Nr. 111a: Wohnhaus
Nr. 113: Wohnhaus
Nr. 115: Fabrikgebäude
Nr. 117: Wohn- u. Geschäftshaus
Nr. 119-121: Wohnhaus
Nr. 126: Wohn- u. Geschäftshaus
Nr. 128: Wohn- u. Geschäftshaus
Nr. 129: Wohn- u. Geschäftshaus
Nr. 130: Wohnhaus
Nr. 131: Wohnhaus
Nr. 132: Wohn- u. Geschäftshaus
Nr. 133: Wohn- u. Geschäftshaus
Nr. 135: Tabakladen u. Treppenhaus
Nr. 142: Wohn- u. Geschäftshaus
Nr. 148: Wohnhaus
Nr. 150: Wohn- u. Geschäftshaus
Stolpersteine in dieser Straße
Erinnerung an Opfer der nationalsozialistischen Verfolgung. Die kleinen Messingsteine wurden vom Künstler Gunter Demnig vor dem jeweils letzten frei gewählten Wohnort verlegt.