Straßen·Lexikon Köln · Est. 2026

Musäusstr.

Länge
155 m
Hausnummern
51067: ungerade 1–3, gerade 4–12a
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Stadtteil
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Benannt nach Johann Karl August Musäus (1735–1787), Weimarer Schriftsteller, Schauspieler und einem der ersten Sammler deutscher Volksmärchen. Musäus wurde in Jena als Sohn eines Richters geboren, war ab 1763 Erzieher der Hofpagen in Weimar und ab 1769 Professor für Alte Sprachen und Geschichte am Wilhelm-Ernst-Gymnasium dort. In Weimar gehörte er zum kulturellen Kreis um Goethe — er spielte sogar in Goethes Frühkomödie Die Mitschuldigen (1777) mit. Sein Hauptwerk sind die Volksmärchen der Deutschen (1782–1787, fünf Bände) — Kunstmärchen, in denen er deutsche Volkstraditionen mit ironisch-aufgeklärtem Ton für ein gebildetes Publikum aufbereitete. Damit war er vor den Brüdern Grimm der erste, der die deutsche Märchen­tradition literarisch verfügbar machte. Sein Märchen Der geraubte Schleier wurde später zur Vorlage von Tschaikowskys Schwanensee (1876). Musäus starb 1787 in Weimar und ist auf dem Jacobsfriedhof begraben.

Quellen: