Myliusstr.
Benannt nach Heinrich Mylius (1769–1854, gebürtig Heinrich Müller), einem in Frankfurt am Main geborenen Kaufmann, der in Mailand zum Großhändler und Bankier aufstieg und sein Vermögen mit großzügigen Stiftungen in seine Heimatstadt zurückfließen ließ. Mylius unterstützte unter anderem die Senckenberg-Stiftung, die Frankfurter Taubstummen- und Blindenanstalt, Kindergärten und Schulen — er war ein Prototyp des philanthropischen Bürgerstifters des 19. Jahrhunderts, dessen Geldgaben den expandierenden Sozial- und Bildungsraum der bürgerlichen Stadtgesellschaft prägten. Im Neuehrenfelder Mosaik begegnet er — als Frankfurter mit Mailänder Karriere — als Symbol für das großbürgerliche Stiftungswesen, das die Gründerzeit-Gesellschaft mitgestaltete.
Quellen: