Nachtigallenstr.
Benannt nach der Nachtigall (Luscinia megarhynchos), einem unscheinbar gefiederten, aber durch seinen melodischen, sehr lauten Gesang weltberühmten Singvogel. Die Nachtigall verbringt den Sommer in Mitteleuropa und überwintert in Afrika; in Deutschland trifft sie meist Mitte April ein und beginnt sofort mit ihrem charakteristischen Gesang – auch nachts, woher ihr Name stammt (mhd. nahtegale = "die nachts Singende"). In der europäischen Lyrik ist die Nachtigall seit Sappho, Homer und dem Hohelied Salomos eines der überragenden Sehnsuchts- und Liebes-Symbole; Shakespeare, Keats ("Ode to a Nightingale" 1819) und unzählige Komponisten haben ihr literarische und musikalische Denkmäler gesetzt. Im rheinischen Volkslied ("Die Gedanken sind frei") ist sie ebenfalls präsent. Die Nachtigallenstr. ergänzt das Wahner Tier-Quartier.
Quellen: