Nerthusstr.
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Benannt nach Nerthus, einer altgermanischen Erd- und Fruchtbarkeitsgöttin. Nerthus wird vom römischen Geschichtsschreiber Tacitus in seiner Germania (98 n. Chr.) als „Terra Mater" (Mutter Erde) der nordgermanischen Stämme zwischen Elbe und Schleswig-Holstein beschrieben. Ihr Heiligtum lag auf einer Insel im Ozean (vermutet wird Rügen oder Sylt) in einem heiligen Hain; ihr verhüllter Wagen wurde regelmäßig in Prozession durch das Land gefahren, und solange die Göttin „beim Volk weilte", herrschte Friede; danach wurde der Wagen samt Tüchern in einem heiligen See gewaschen. Sprachlich verwandt ist Nerthus mit dem nordischen Gott Njörðr. Die Straße gehört zur Göttersiedlung am Königsforst.
Quellen: