Rath/Heumar liegt an der östlichen Stadtgrenze Kölns am Königsforst und gehört zum Bezirk Kalk. Rund 11.000 Menschen leben hier. Der Stadtteil entstand 1975, als Rath (1914 mit Merheim eingemeindet) und Heumar (1975 mit Porz zu Köln gekommen) zusammengelegt wurden.
Rath verdankt seinen Namen einer Rodung im Königsforst, Heumar leitet sich von „humilis" (niedrig) und „mar" (Sumpf) ab. Hügelgräber im Königsforst belegen Siedlungsspuren bis in die Altsteinzeit. Bis ins 20. Jahrhundert war die Gegend landwirtschaftlich geprägt, daneben gab es Bergbau auf Blei-, Zink- und Eisenerz. Im Königsforst liegt mit dem Monte Troodelöh die höchste Erhebung Kölns – 118 Meter über NN.
Sehenswert sind die Barockkapelle des Hauses Rath von 1741, die Pfarrkirche St. Cornelius und der „Alte Turm" einer romanischen Kirche von 1147. Eine Besonderheit ist die ab 1920 gebaute Göttersiedlung mit nach germanischen Gottheiten benannten Straßen. Daneben liegt die „Schmitzebud" von 1898, legendärer Imbiss der Kölner Radsportszene.
Dank Königsforst und Stadtbahnlinie 9 gilt Rath/Heumar als dorfähnlichster und einer der begehrtesten Wohnstadtteile des rechtsrheinischen Kölns.