Straßen·Lexikon Köln · Est. 2026

Pauline-Christmann-Str.

Länge
483 m
Hausnummern
51107: ungerade 1–25, gerade 2–20
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Stadtteil
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Benannt nach Clara Paulina (Pauline) Christmann (14. Oktober 1848 – 17. September 1910), Frauenrechtlerin und Pionierin der politischen Frauenbildung in Deutschland. Pauline Christmann gründete 1901 in Köln den „Gewerkverein für Frauen und Mädchen" — eine Selbsthilfeorganisation, die berufstätigen Frauen Bildung, gegenseitige Unterstützung und einen ersten Ansatz gewerkschaftlicher Vertretung bieten sollte (zu einer Zeit, als Frauen noch kein Wahlrecht hatten und in den meisten freien Gewerkschaften kaum vertreten waren). 1906 gründete sie zusätzlich eine der ersten politischen Frauenschulen Deutschlands — eine Vorläuferin der späteren Volkshochschul- und Frauenbildungs­arbeit. Sie kämpfte zeitlebens für die politische Emanzipation der Frau, also für gleiche bürgerliche und politische Rechte. Die Straße wurde am 27. Mai 2004 nach ihr benannt — gemeinsam mit dem benachbarten Brücker Frauen-Quartier des Jahres 2004 (Astrid-Lindgren-Allee, Margarete-Steiff-Weg, Marion-Dönhoff-Weg etc., siehe Stadtteil Brück) eine späte, lokale Aufwertung früher Kölner Frauenrechtspionierinnen.

Quellen: