Nibelungenplatz
Der Nibelungenplatz ist der zentrale Platz und das Herzstück der Nibelungensiedlung, die der Architekt Wilhelm Riphahn 1919–1928 für die GAG (Gemeinnützige AG für Wohnungsbau) errichten ließ. Die Stadtverordneten beschlossen im Januar 1921, alle Straßen der neuen Siedlung nach Figuren des mittelhochdeutschen Nibelungenlieds zu benennen — daher der Sammelbegriff „Nibelungensiedlung". Im selben Jahr erhielt der Stadtteil seinen heutigen Namen Mauenheim über ein Preisausschreiben der GAG. Die Siedlung umfasste ursprünglich rund 676 Wohneinheiten, eine Schule, eine Kirche und 20 Ladenlokale; sie wurde im Krieg zu rund 90 % zerstört (Nähe zur Bahninfrastruktur) und nach 1945 wieder aufgebaut. Wegen der bunten Außenanstriche durch die Künstler Heinrich Hörle und Franz Wilhelm Seiwert (1925) bekam sie den Spitznamen Papageiensiedlung.
Quellen: