Straßen·Lexikon Köln · Est. 2026
1 Denkmal

Paul-Humburg-Str.

Länge
502 m
Hausnummern
50737: ungerade 1–31, gerade 2–70
Fotografien
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Stadtteil
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Benannt nach Paul Humburg (1878-1945), reformiertem Theologen und einem der führenden Pfarrer der Bekennenden Kirche – jener evangelischen Widerstands-Bewegung gegen die NS-konformen Deutschen Christen. Humburg wurde am 22. April 1878 als Sohn eines pietistischen Unternehmers in Köln-Mülheim geboren; im Ersten Weltkrieg meldete er sich als Feldgeistlicher an die Ostfront. Von 1921 bis 1929 war er Bundesleiter des Westdeutschen CVJM (Christlicher Verein Junger Männer). Im August 1934 wurde er zum Präses der Bekenntnissynode der Evangelischen Kirche im Rheinland gewählt und gehörte als Mitglied der ersten Vorläufigen Kirchenleitung der Bekennenden Kirche zu den Schlüsselfiguren des evangelischen NS-Widerstands. Berühmt wurde seine "Knospenfrevelpredigt" 1936 gegen den unchristlichen Einfluss des NS-Regimes auf die Jugend. Auch half er christlichen Juden bei der Emigration. 1942 zwang ihn die Gestapo zum Rücktritt; er starb 1945.

Quellen:

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