Straßen·Lexikon Köln · Est. 2026

Petersenstr.

Länge
498 m
Hausnummern
51109: ungerade 1–21, gerade 2–54
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Stadtteil
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Benannt nach Prof. Dr. Dr. h. c. Peter Petersen (26. Juni 1884 in Großenwiehe bei Flensburg – 21. März 1952 in Jena), Pädagogen, Reformpädagogen und Begründer des Jenaplans. Petersen studierte Theologie, Philosophie und Pädagogik in Leipzig, Kopenhagen und Jena; 1923 wurde er als Nachfolger von Hermann Nohl auf den Lehrstuhl für Erziehungswissenschaft an der Universität Jena berufen, den er bis zu seinem Tod 1952 innehatte. Ab 1924 entwickelte er an der mit der Universität verbundenen Übungsschule sein Jenaplan-Konzept einer reformpädagogischen Gemeinschaftsschule, in dem altersgemischte „Stammgruppen" statt klassischer Jahrgangsklassen lernen, und in der die vier „Urtätigkeiten" — Gespräch, Spiel, Arbeit und Feier — den Tagesablauf prägen. Der Jenaplan beeinflusste Schulreformen in vielen Ländern; auch in Köln gibt es seit den 1970er-Jahren Jenaplan-Schulen (z. B. Peter-Petersen-Schule Am Rosenmaar in Höhenhaus). Die Benennung dieser Straße erfolgte am 7. März 1961. Wichtig zu wissen: nach dem heutigen Forschungsstand ist Peter Petersen historisch hoch belastet — er trat schon vor 1933 mit antisemitischen Äußerungen hervor, ließ sich in der NS-Zeit unbehelligt forschen und sprach noch 1949 von „Rassenverunreinigung". Diese problematische Seite wurde der Stadt erst nach der Benennung 1961 systematisch bewusst und ist Teil der laufenden Debatte um die Überprüfung Kölner Straßennamen.

Quellen:

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