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Benannt nach Hans Pfitzner (1869–1949), dem in Moskau geborenen, in Deutschland wirkenden spätromantischen Komponisten. Sein Hauptwerk ist die Künstleroper Palestrina (1917), die das Selbstverständnis des Komponisten als Künstler-Genie reflektiert. Pfitzner war ab 1908 Direktor des Straßburger Konservatoriums und prägte den deutschen Operndiskurs als wortgewaltiger konservativer Streiter. Sein politisches Verhalten im Nationalsozialismus ist umstritten: Pfitzner sympathisierte zwar nicht mit dem Regime, blieb aber bis zuletzt nationalkonservativ und wurde von Hans Frank gefördert. Nach 1945 lebte er verarmt in Salzburg und München.
Quellen: