Lindenthal liegt südwestlich der Kölner Innenstadt, zwischen Innerem und Äußerem Grüngürtel, und gibt dem Bezirk Lindenthal seinen Namen.
Die Geschichte des Stadtteils ist von einer Vielzahl alter Hofgüter und Dörfer geprägt – Kriel, Lind, Deckstein, Hohenlind, Melaten. Bedeutendste Ansiedlung war die „Herrlichkeit Kriel" mit dem Krieler Dömchen, einer der ältesten Kirchen Kölns. Als geschlossener Vorort entstand Lindenthal aber erst ab der Mitte des 19. Jahrhunderts; die offizielle Gründung wird auf den Bau eines ersten Hauses an der Dürener Straße 1846 datiert. Schnell wurde Lindenthal zu einem der begehrtesten Wohnviertel Kölns. 1888 erfolgte die Eingemeindung nach Köln.
Prägend ist der Kölner Stadtwald: 1895 beschloss die Stadt, das Gelände der erworbenen Kitschburg in eine große Parkanlage mit Teichen, Kanälen und Tierpark umzuwandeln – die erste Anlage Kölns, die eigens der Erholung der Bevölkerung diente.
Eine weitere Prägung brachte die Universität zu Köln, die in Lindenthal ihren Campus hat, dazu mehrere Universitätskliniken. Heute ist Lindenthal ein begehrtes, grünes Wohnviertel. Konrad Adenauer wohnte hier mehrere Jahre.