Roeckerathplatz
Benannt nach Peter Joseph Röckerath (1837–1905), Kölner Lehrer, Bauunternehmer und Reichstagsabgeordneter (Zentrumspartei). Röckerath wurde durch Heirat mit Agnes Röckerath (1846–1896) — einer Erbin einer Kölner Bauernfamilie — zu erheblichem Vermögen gelangt und gilt als Stifter der Kölner Pfarrkirche St. Agnes (1896–1902 erbaut, Architekt Carl Rüdell). Die Kirche sollte ursprünglich die Grabkirche seiner früh verstorbenen Frau Agnes werden und erhielt nach ihr das Patrozinium der hl. Agnes von Rom. Heute ist St. Agnes die zweitgrößte Kirche Kölns nach dem Dom — und das Wahrzeichen der Neustadt-Nord. Erst 2018 wurde der Vorplatz vor dem Hauptportal von St. Agnes (zuvor Teil des Neusser Platzes) offiziell als Röckerathplatz ausgewiesen — eine späte, aber stimmige Erinnerung an den Stifter.
Quellen: