Rohrdommelweg
Benannt nach der Rohrdommel (Botaurus stellaris), einem mittelgrossen, exquisit getarnten Reiher mit braun-gelb gestreiftem Gefieder, der ausschließlich in grösseren Schilfgebieten lebt. Die Rohrdommel ist berühmt für ihren Balzruf: ein dumpfes, weithin hörbares "u-prumb", das wie ein Nebelhorn klingt und nachts kilometerweit über die Schilfflächen halllt – daher auch ihr Volksname "Moorochse". Sie ist ein Indikator für intakte Sumpf-Ökosysteme; in Deutschland steht sie auf der Roten Liste, weil ihre Lebensräume durch Entwässerung und Schilfverlust dramatisch geschrumpft sind. Im Linder Bruch konnte sich die Rohrdommel über Jahrhunderte halten; der Straßenname konserviert diese ornithologische Tradition. Der Rohrdommelweg fügt sich in den Lokal-Bruch-Cluster mit Schilfweg, Moorweg und Torfweg ein.
Quellen: