Straßen·Lexikon Köln · Est. 2026

Schilfweg (Porz)

Länge
264 m
Hausnummern
51147: ungerade 1–7, gerade 4–4
Fotografien
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Stadtteil
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Benannt nach dem Schilfrohr (Phragmites australis), einer der häufigsten und ökologisch wichtigsten Sumpfpflanzen Mitteleuropas. Schilf bildet ausgedehnte, rohrartige Bestände von 1-4 m Höhe an Ufern, in Sumpfgebieten und in Bruchwiesen – und ist damit eine der charakteristischen Pflanzen des Linder Bruchs. Schilfgebiete sind ökologisch wertvoll: sie filtern Wasser, brüten Wasservögel (Rohrdommel, Rohrsänger), bieten Lebensraum für Schilfschmetterlinge und Insekten. Traditionell wurde Schilf als Dachstroh (Reet) und Korbflechtmaterial verwendet; das Reetdach gilt im Norddeutschen bis heute als regionales Bauerbe. Der Schilfweg in Lind ergänzt das Sumpf-Cluster mit Moorweg, Torfweg und dem nahen Rohrdommelweg.

Quellen: