Straßen·Lexikon Köln · Est. 2026

Scheinerstr.

Länge
248 m
Hausnummern
50737: ungerade 5–13, gerade 2–84
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Stadtteil
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Benannt nach Christoph Scheiner SJ (1573-1650), südwestdeutschem Jesuiten-Priester, Astronom und Mathematiker. Scheiner wurde in Wald bei Mindelheim (Schwaben) geboren und lehrte ab 1610 an der Universität Ingolstadt. Er entdeckte 1611 die Sonnenflecken mit einem selbst gebauten Teleskop – etwa zur gleichen Zeit wie Galileo Galilei in Italien; daraus ergab sich ein bitterer Streit um die Priorität (Scheiner publizierte als erster, aber unter Pseudonym; Galilei verspottete ihn dafür). Scheiner verbesserte das von Galilei erfundene Fernrohr (das "Keplerische Fernrohr"); seine Hauptwerke "Rosa Ursina sive Sol" (1626-1630) gehören zu den wichtigsten astronomischen Werken des frühen 17. Jahrhunderts. Scheiner verteidigte als Jesuit das geozentrische Weltbild gegen Galilei, was seinem wissenschaftlichen Ruf jedoch schadete. Er starb 1650 in Neisse.

Quellen: