Straßen·Lexikon Köln · Est. 2026

Theodor-Haecker-Str.

Länge
118 m
Hausnummern
51109: ungerade 1–21, gerade 2–2
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Stadtteil
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Benannt nach Theodor Häcker (1879–1945), katholischem Philosophen, Übersetzer und einem der intellektüllen Väter der Weißen Rose. Häcker übersetzte als erster die Eklogen Vergils, die Tagebücher Sören Kierkegaards und Werke des englischen Kardinals John Henry Newman ins Deutsche – und vermittelte Deutschland damit eine ganze geistige Welt. Nach der Newman-Übersetzung konvertierte er 1921 zum Katholizismus. Im Dritten Reich wurde er aus der Reichsschrifttumskammer ausgeschlossen, mit Schreibverbot belegt und stand unter Gestapo-Beobachtung. Er war Mentor und intellektüller Lehrer von Hans und Sophie Scholl: in den Wohnungen der Weißen Rose las er aus seinen Werken und seinem damals noch unveröffentlichten „Tag- und Nachtbuch", das auch nach 1945 als Klassiker der inneren Emigration galt. Häcker starb am 9. April 1945 – nur wenige Wochen vor Kriegsende – im bayerischen Ustersbach.

Quellen: