Straßen·Lexikon Köln · Est. 2026
11 Denkmale

Theodor-Heuss-Ring

Länge
1.065 m
Hausnummern
50668: ungerade 1–23, gerade 4–62
Fotografien
2 Bilder
Stadtteil
2010

Genau wie der Ebertplatz erlebte der Theodor-Heuss-Ring eine Änderung seines Names. Bei seinem Bau wurde er noch Deutscher-Ring getauft und bildete so den Abschluß der Zeitreise durch die deutsche Geschichte, die die Ringe anhand ihrer Namen wiedergeben. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde von einer Verbindung allzu nationalistischer Gefühle jedoch wieder Abstand genommen und eine Umbenennung beschloßen. Der Theodor-Heuss-Ring führt zum Konrad-Adenauer-Ufer.

Benannt nach Theodor Heuss (1884–1963), dem ersten Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland (1949–1959). Heuss war Liberaler (FDP), Publizist und Mitautor des Grundgesetzes; er prägte die jungen Bundesrepublik mit Begriffen wie „Kollektivscham" (statt Kollektivschuld) und einem ausgewogenen, staatsmännischen Stil, der das Vertrauen der westdeutschen Demokratie nach 1945 stützte. Heuss war Ehrenbürger der Stadt Köln. Der Theodor-Heuss-Ring wurde 1963, im Todesjahr Heussens, als Abschnitt der Kölner Ringe nach ihm benannt; er beginnt am Ebertplatz und endet am Rhein am Konrad-Adenauer-Ufer — eine bewusste Symbolik: Friedrich Ebert (erster Reichspräsident der Weimarer Republik, siehe Ebertplatz) und Konrad Adenauer (erster Bundeskanzler) flankieren als Namensgeber den Ring, in dessen Mitte Heuss steht. Der Ring entstand auf dem Gelände eines napoleonisch angelegten Sicherheitshafens und ist mit dem Park in der Mitte einer der großzügigst gestalteten Ringabschnitte.

Quellen:

Verbundene Baudenkmäler

Stolpersteine in dieser Straße

Erinnerung an Opfer der nationalsozialistischen Verfolgung. Die kleinen Messingsteine wurden vom Künstler Gunter Demnig vor dem jeweils letzten frei gewählten Wohnort verlegt.