Van-der-Zypen-Str.
Benannt nach der Eisenbahnwagen- und Maschinenfabrik Van der Zypen & Charlier, einer der ältesten und bedeutendsten Waggonfabriken Deutschlands. Ferdinand van der Zypen, ein Wagenbaumeister aus Lüttich, gründete 1845 zusammen mit dem Kölner Spediteur Albert Charlier westlich der Deutz-Mülheimer Straße eine der ersten deutschen Eisenbahnwaggonfabriken. Ab 1865 expandierte das Werk rasch: es produzierte Güterwagen, Drehscheiben, Signale und gusseiserne Träger. 1888 beschäftigte die Firma rund 1.000 Arbeiter und lieferte 2.000–3.000 Waggons pro Jahr; ab 1899 baute sie als weltweit erstes Unternehmen komplette Wagen ganz aus Eisen und Stahl. Eine besondere historische Note: Eugen Langen entwickelte hier ab 1893 die Schwebebahn-Technik, die zum Bau der Wuppertaler Schwebebahn führte — die Versuchsstrecke wurde auf dem Mülheimer Werksgelände errichtet. 1925 ging die Firma in der Phönix AG auf, 1928 wurde sie zur Vereinigten Westdeutsche Waggonfabriken AG (Westwaggon).
Quellen: