Von-Bodelschwingh-Str.
Benannt nach Friedrich von Bodelschwingh (1831–1910), evangelischem Pastor und Begründer der berühmten v. Bodelschwinghschen Anstalten Bethel in Bielefeld — bis heute eine der größten diakonischen Einrichtungen Deutschlands. Bodelschwingh übernahm 1872 die Leitung einer Heil- und Pflegeanstalt für Epileptiker und gab ihr den biblischen Namen „Bethel" (= „Haus Gottes"). Unter seiner Leitung wuchs Bethel von 150 auf tausende Bewohner und wurde zur Modellinstitution moderner Diakonie für Menschen mit Behinderungen, Epileptiker und Wanderarbeiter. Sein Sohn Friedrich von Bodelschwingh d. J. (1877–1946) führte das Werk weiter und war 1933 kurzzeitig (vor Ludwig Müller) zum Reichsbischof gewählt. Die Bodelschwinghs verkörpern die protestantische Sozialethik der Wilhelminischen Zeit.
Quellen: