Straßen·Lexikon Köln · Est. 2026
8 Denkmale

Werderstr.

Länge
417 m
Hausnummern
50672: ungerade 1–39, gerade 2–34
Fotografien
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Stadtteil
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Die Werderstraße verläuft parallel zum Kaiser-Wilhelm-Ring zwischen Gladbacher Straße und der Kreuzung Kamekestraße / Bismarckstraße. Sie wird gekreuzt von der Goebenstraße und der Herwarthstraße. Die Werderstraße ist eine sogenannte Achterstraße (achter=hinter). In den ursprünglichen Plänen, sichtbar in alten Stadtplänen befindet sich an dieser Stelle keine Straße, die Grundstücke der Häuser am Kaiser-Wilhelm-Ring reichten bis an die Spichernstraße bzw. die zunächst hier verlaufende Bahnlinie. Zur Erschließung des hinteren Teils dieser großen Grundstücke diente dann später die Werderstraße.

Von der Gladbacher Straße bis zur Goebenstraße befindet sich auf der östlichen Seite ein großer Bürokomplex der Bundesanstalt für Straßenwesen.

Ansonsten findet sich in der Werderstraße überwiegend Wohnbebauung. Besonders in dem Teil zur Kreuzung Kamekestraße gibt es noch eine Reihe sehr gut erhaltener oder renovierter alter Wohnhäuser mit schönen Fassaden.


Benannt nach August von Werder (1808–1887), preußischem General der Infanterie. Im Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 hatte Werder zunächst das Oberkommando über das Belagerungskorps vor Straßburg, das er nach langer Belagerung am 28. September 1870 zur Kapitulation zwang. Sein militärisch entscheidender Erfolg war im Januar 1871 die Schlacht an der Lisaine (auch Schlacht bei Belfort), bei der er die französische Bourbaki-Armee abwehrte und damit das Entsatzheer für die belagerte Festung Belfort blockierte. Werder erhielt 1879 den erblichen Grafentitel und war besonders in Süddeutschland populär; in Baden und Württemberg wurden zahlreiche Werderstr. benannt. Im Schlachten-Cluster der Kölner Neustadt-Nord (siehe Sedanstr., Spichernstr., Wörthstr., Weißenburgstr., Moltkestr.) ist Werder die einzige nach einem Truppenführer (statt nach einer Schlacht) benannte Straße — neben Goeben, Herwarth, Alvensleben.

Verbundene Baudenkmäler

Stolpersteine in dieser Straße

Erinnerung an Opfer der nationalsozialistischen Verfolgung. Die kleinen Messingsteine wurden vom Künstler Gunter Demnig vor dem jeweils letzten frei gewählten Wohnort verlegt.