Wolfgang-Borchert-Weg
Benannt nach Wolfgang Borchert (1921–1947), deutschem Schriftsteller und Stimme der Trümmerliteratur – jener Generation deutscher Autoren, die unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg über Krieg, Heimkehr und Schuld schrieben. Borchert wurde in Hamburg geboren, war im Krieg Soldat an der Ostfront, wurde mehrfach verwundet und wegen „Wehrkraftzersetzung" zum Tode verurteilt – wegen seiner Verwundungen jedoch begnadigt. Seine in nur knapp zwei Nachkriegs-Jahren verfassten Werke – das Hörspiel „Draußen vor der Tür" (1947) und Kurzgeschichten wie „Das Brot" oder „Nachts schlafen die Ratten doch" – gehören zum Pflichtlektürekanon deutschsprachiger Literatur. Borchert starb mit nur 26 Jahren in einem Schweizer Sanatorium – wenige Tage vor der Uraufführung von „Draußen vor der Tür". Seine Werke sind ein literarisches Mahnmal für Krieg und Heimatlosigkeit.
Quellen: