Kirche St. Andreas
St. Andreas, ehem. Stiftskirche, 1802 Stift aufgehoben, seit 1833 kath. Pfarrkirche. 3-schiffige Basilika im gebundenen System (gegen 1200) mit Westquerbau, Ostquerhaus und Vierungsturm, langgestrecktem spätgotischem Chor (Anf. 15. Jh.) über den 1953 wiederentdeckten und im Stil der 50er Jahre ausgebauten Umfassungsmauern der salischen Krypta ( Mitte 11. Jh.), Kapellenanbauten an Seitenschiffen (um 1300), Werksteinbau.
Fußboden: Reste der originalen, glasierten Tonplatten (nach 1211) im OG der ehemal. Nordost-Vorhalle.
Ausmalungen: Reste figürlicher Wandmalerei (frühes 14. Jh.) an ehemaliger westl. Stirnwand der Krypta. Umfangreiche figürliche Wandmalerei des Mittelalters in Kapellenanbauten der Seitenschiffe, an Westseite des nördl. Querhausarmes, auf zwei Mittelschiffspfeilern. Farbfassung der Architekturgliederungen (Bogenwülste, Gewölberippen, Schlußsteine) 1965-67 durch H. Heider.
Glasfenster: im Chorhaupt 3 neugotische Fenster 1899 von Schneiders & Schmolz, seitlich davon je ein Fenster zum Gedenken an Kriegsopfer 1918 von F. Reuter, Fenster der Langseiten des Chores von V. Pieper in den 50er Jahren. Ein Fenster im südl. Querarm v. W.Weyres.
Sakramentshaus vor südl. Chorwinkeltreppe (um 1550)
Reliquiennischen: in die Mauer eingetieft, vergittert, in der östl. Kapelle des südl. Seitenschiffs und an Eckpfeilern zw. Seitenschiffen und Ostquerhausarmen.
Reliquienschreine: Albertus-Magnus-Schrein (15.Jh.); Machabäerschrein (Anf. 16- Jh.).
Taufbecken: mittelalterlich, sechseckig aus Trachyt, heute in mittlerer Kapelle des Nordseitenschiffes.
Türen: Türblatt mit schmiedeeisernen Beschlägen des 13. Jh. in Südostecke der Westquerbauempore; Bronzeportal im Westbau 1962 von K. Winter.
Geläut: 4-stimmiges Geläute: d`-e`-f`g`.
Chorgestühl (nach 1420).
Beichtstühle: 2 frühbarocke Beichtstühle (17. Jh).
Steinskulpturen: römischer Sarkophag (3. Jh.) heute mit Gebeinen des Hl. Albertus Magnus in der Krypta, mehrere Steinsarkophage außerhalb der Kirche; verschiedene Grabplatten; Blutbrunnen in Westvorhalle(2. Hälfte 15. Jh.); Albertus-Magnus-Figur außen an Südkonche (um 1860).
Holzskulpturen: Pietà in östl. nördl. Seitenschiffkapelle (um 1380); Rosenkranzmadonna am südwestlichen Vierungspfeiler (vor 1475, Farbfassung 19. Jh.); Erzengel Michael am nordwestlichen Vierungspfeiler (um 1490); Hl. Christophorus am westl. Ende des Südseitenschiffs (Ende 15. Jh); Triumphkreuzgruppe an östlicher Schildmauer des Mittelschiffes (Kruzifixus um 1520/30, Kreuz und Assistenzfiguren 19. Jh.); Kruzifix im Norden der Westvorhalle (um 1520/30).
Altarretabel / Gemälde: Triptychon mit Rosenkranzmadonna, in westlicher Kapelle des südl. Seitenschiffs (um 1500/10, Meister von St. Severin); Triptychon mit Kreuzigung (Werkstatt Bartholomäus Bruyns des Älteren, um 1550); Triptychon mit Auferstehung (1551); Triptychon mit Kreuzigung, in östl. nördlicher Seitenschiffkapelle (Mitte 16. Jh.) Tafelgemälde Jüngstes Gericht, in östl. nördlicher Seitenschiffkapelle (1573); Ölgemälde Martyrium des Hl. Andreas vom ehemal. barocken Hochaltar (1658, Bernhard Fuckerad) im Nordquerhaus.
Leuchter: 2 barocke, schmiedeeiserne Leuchterarme an östl. Vierungspfeilern; versch. neugotische Messingleuchter.
Ausstattung der 50er Jahre: 14 Kreuzwegstationen in der Krypta, 1958 von R. Krüger-Orbeck; höhergelegte Vierung mit Vierungsaltar.
Bestandteil des Denkmals sind auch die übrigen, im Besitz der Kirchengemeinde befindlichen liturgischen Geräte, Reliquiare, Grabmäler und historischen Ausstattungsstücke (u.a. Mobiliar, Gemälde, Paramente, Bücher, Architekturfragmente).
Außerdem wurden einbezogen alle ortsfesten Bodendenkmale, die u.U. untertägig im Boden verborgen sind.
Detail-Daten · Denkmalliste der Stadt Köln
- Baudenkmalnr.
DE_05315000_A_0849- Typ
- Gebäude-Denkmal
- Bezeichnung
- Kirche St. Andreas
- Adresse
- Andreaskloster 3 , 50667 Köln
- Stadtteil
- Altstadt/Nord
- Baujahr
- 1065, 1201 bis 1250, 1414 bis 1420, 1401 bis 1500, 1953 bis 1954
- Architekt
- Karl Band
- Eigentum
- kirchliches Eigentum
- Denkmal seit
- 07.12.1981
- Koordinaten
50.94194° N, 6.95494° E