Straßen·Lexikon Köln · Est. 2026
№ DE_05315000_A_4593 Unter Käster 14 · Altstadt/Nord

Wohn- u. Geschäftshaus

Typ
Gebäude
Baujahr
18. Jahrhundert
Denkmal seit
1988
Stadtteil
Altstadt/Nord
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Das Wohn- und Geschäftshaus stammt aus dem 18. Jahrhundert. Auch baukünstlerisch war die Straße noch unmittelbar vor seiner Zerstörung in dem zweiten Weltkrieg von dieser Verschiedenheit von Nützungsarten und Buntheit der Bauaufgaben geprägt. Die Putzfassade mit Werksteingliederungen der verbliebenen 2 Geschosse an dem o. g. Bauobjekt bewahren die Erinnerung an die ehemalige hohe und schmale 3-Achsen-Giebelhäuser mit minimalem Abstand zwischen einzelnen Fensterreihen. Die inschriftlich datierte Erneuerung aus den Jahren 1946/47 betont die auffällig hohen segmentbogigen Fenster mit kleiner Sprossenteilung im Erdgeschoß und erstem Stockwerk. Hinter der alten Fassade mit Gesimsrahmung zwischen den zwei verbliebenen Geschossen finden neue Nutzanwendungen statt. An die zweigeschossige Kneipe schließt sich in dem obersten Teil eine komplette Wohnung an. Die Reste der ehemaligen Fachwerkhaus-Konstruktion, so z. B. die in der Wand tragenden Holzbalken und Wölbungen, sind bei den letzten Umbauten sichtlich geworden. Die Holzverkleidung der Wände, die Holztreppe mit eingeschnittenen und gerillten flachen Geländerstäben, sowie Teile der dekorativen Ausstattung, erinnern an den Stand um die Jahrhundertwende mit dem letzten Ausklang des sog. Heimatstils. Die alte Fachwerkhaus-Technologie der Zwischenwändebauten sind auch an der Deckenteilung des 2. Geschosses abzulesen.

Ortsgeschichtlich befindet sich das o. g. Bauobjekt in der unmittelbaren Nähe zum Kernpunkt der Kölner Altstadt in einer städtebaulichen Umgebung, die durch Jahrhunderte das Erscheinungsbild der Rheinmetropole prägte. Wie es die Namensbildung der Straße zeigt, war die Verbindungsachse zwischen dem Alter Markt und Heumarkt durch das Geschäftsleben der umgebenden Orte schon immer getragen. Der Hinweis an die "Käster" oder Kästenmacher, die in der Marktnähe hier ihr Quartier hatten, steht nicht in Widerspruch mit der mittelalterlich-lateinischen Straßenbezeichnung "inter Cistariis", aber auch "inter caligatores". In dem späten 19. Jahrhundert siedelten sich hier neben den häufigen Gaststätten und kleinen Boutiqueinständen die ersten Verwaltungseinrichtungen der Altstadt nieder.

Städtebaulich ist das o. g. Bauobjekt auch im jetzigen Zustand ein wichtiges Verbindungsglied zwischen den 1954 wiederhergestellten hohen fünf-, bzw. sieben- und sechsgeschossigen Giebelhäusern zum Alter Markt und der einfachen Häuserreihe, die zum Heumarkt führt und den Gliederungsrhythmus, Bauproportionen und die unverwechselbare Eigenart bewahrt. Trotz der wesentlichen Kriegsschäden und geringfügigen Veränderungen der letzten Zeit ist das alte Erscheinungsbild der ältesten Baugegend Kölns so nah bewahrt geblieben.

Detail-Daten · Denkmalliste der Stadt Köln

Baudenkmalnr.
DE_05315000_A_4593
Typ
Gebäude-Denkmal
Bezeichnung
Wohn- u. Geschäftshaus
Adresse
Unter Käster 14 , 50667 Köln
Stadtteil
Altstadt/Nord
Baujahr
18. Jahrhundert
Eigentum
privates Eigentum
Denkmal seit
10.05.1988
Koordinaten
50.93790° N, 6.96052° E