Merkenich liegt im linksrheinischen Norden Kölns am Rhein und gehört zum Bezirk Chorweiler. Rund 5.800 Menschen leben hier. Der Stadtteil umfasst neben Merkenich selbst die Rheindörfer Rheinkassel und Langel sowie Kasselberg.
Vom Mittelalter bis ins 19. Jahrhundert prägten große Hofanlagen das Gebiet, die Kölner Klöstern und Stiften gehörten und mit der Säkularisation 1803 in Privatbesitz übergingen. 1922 wurde Merkenich mit der Bürgermeisterei Worringen nach Köln eingemeindet. 1963 kamen die Orte Rheinkassel, Langel, Kasselberg und Feldkassel hinzu – Feldkassel wurde in den 1970er-Jahren für den Fühlinger See und ein Gewerbegebiet abgerissen.
Merkenich hat zwei Gesichter. Der Ortskern hat seinen ländlichen Charakter mit alten, teils Fachwerk-Hofanlagen bewahrt; der freistehende Turm der Kirche St. Brictius stammt im Kern aus dem 12. oder 13. Jahrhundert. Zugleich ist der Ort von Industrie umgeben: dem Heizkraftwerk Merkenich mit seinem 250 Meter hohen Schornstein, chemischen Betrieben und dem Ford-Ersatzteilzentrum.
Ruhiger und beliebter als Wohnlage sind die von Feldern umgebenen Rheindörfer Rheinkassel – mit der romanischen Kirche St. Amandus – und Langel, von wo eine Autofähre nach Leverkusen-Hitdorf übersetzt.