Raderthal liegt im Süden Kölns und gehört zum Bezirk Rodenkirchen. Auf dem linksrheinischen Stadtteil leben rund 4.800 Menschen.
Wie der Nachbarort Raderberg war Raderthal ursprünglich nur eine Flurbezeichnung; sie bezeichnete ein Tal, das altes Rheinbett war. Namensgebend war der nahe Marter- oder Raderberg mit seiner früheren Hinrichtungsstätte. Lange gab es hier nur Felder und einige Ziegeleien. Erst die Karten um 1900 zeigen die einsetzende Bebauung im Norden des Stadtteils. 1888 wurde Raderthal – wie Raderberg, Bayenthal und Zollstock – aus der Gemeinde Rondorf ausgegliedert und nach Köln eingemeindet.
Prägend für Raderthal sind zwei jüngere Entwicklungen. Ab 1923 entstand der Volkspark Raderthal. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde ab 1949 die „Englische Siedlung" gebaut – 147 freistehende Häuser als Wohnraum für britische Soldaten, wofür rund zwei Drittel der Volksparkfläche geopfert wurden; heute heißt das Quartier Volksparksiedlung.
Heute ist Raderthal ein ruhiger Wohnstadtteil mit viel Grün, begrenzt vom Kölner Grüngürtel mit dem Fritz-Encke-Volkspark. In der Konrad-Adenauer-Kaserne ist das Amt für Heeresentwicklung der Bundeswehr untergebracht.