Vogelsang liegt im Westen Kölns und gehört zum Bezirk Ehrenfeld. Rund 8.200 Menschen leben hier auf 3,66 Quadratkilometern. Der Name geht auf den historischen Vierkanthof Vogelsang zurück, der einst ohne umgebende Bebauung zwischen Bocklemünd, Bickendorf und Müngersdorf lag.
Vogelsang ist ein junger Stadtteil mit besonderem Ursprung: Die Siedlung wurde 1931 gegründet und entstand in ihrem Kern zwischen 1932 und 1937 – als sogenannte Erwerbslosensiedlung. In der Wirtschaftskrise der Weimarer Republik sollten solche Stadtrandsiedlungen Arbeitslosen und kinderreichen Familien Wohnraum bieten, verbunden mit der Möglichkeit zur Selbstversorgung durch Gärten und Kleintierhaltung. Ursprünglich waren nur Einfamilienhäuser geplant; ab 1936 kamen wegen wachsenden Bedarfs auch Mietshäuser, sogenannte Volkswohnungen, hinzu.
Ortsmittelpunkt ist bis heute die 1936/37 von Hans Peter Fischer erbaute Kirche St. Konrad mit Schule und Gasthaus. Durch die Randlage blieb Vogelsang im Zweiten Weltkrieg von größeren Zerstörungen verschont. Ab den 1960er-Jahren entstanden viele Einfamilienhäuser, sodass die einstige Armensiedlung längst zu einem gepflegten Wohngebiet wurde; seit 2000 wächst der Stadtteil im Norden weiter.
Im Stadtteil forscht das Max-Planck-Institut für Pflanzenzüchtungsforschung.