Änne-Schulte-Str.
Benannt nach Anna Maria („Änne") Schulte, geborene Mergi (23. Juli 1886 in Innsbruck – 5. Oktober 1973 in Köln), Sozialdemokratin der ersten Stunde und langjährige Kölner Kommunalpolitikerin. Änne Schulte trat 1908 — also fünf Jahre vor der Einführung des Frauenwahlrechts — der SPD bei und gehörte zu den Pionierinnen der weiblichen Sozialdemokratie. Ab 1919, also unmittelbar nach Einführung des aktiven und passiven Frauenwahlrechts in der Weimarer Republik, war sie Kölner Stadtverordnete — eine der ersten Frauen, die je im Kölner Stadtrat saßen. Nach der Gleichschaltung 1933 wurde sie aus dem Amt verdrängt; nach 1945 konnte sie erneut für die SPD aktiv sein. Sie engagierte sich besonders für soziale Fragen, Arbeiterinnenfortbildung und Frauenrechte. Die Straße wurde am 24. September 1974 — kurz nach ihrem Tod — nach ihr benannt.
Quellen: