Böhmweg
Benannt nach der Architektenfamilie Böhm, deren Werk untrennbar mit dem rheinischen Sakralbau des 20. Jahrhunderts verknüpft ist. Dominikus Böhm (1880–1955) war einer der bedeutendsten katholischen Kirchenarchitekten der Moderne; in Köln gehen u. a. die Engelbertkirche in Riehl und St. Engelbert in Kalk-Humboldt auf seine Pläne zurück. Sein Sohn Gottfried Böhm (1920–2021) führte die familiäre Tradition radikal weiter und erhielt 1986 als einziger Deutscher bisher den Pritzker-Preis, oft als „Nobelpreis für Architektur" bezeichnet. Berühmt wurde er für seine kühnen Beton-Sakralbauten, etwa die Wallfahrtskirche Maria, Königin des Friedens in Neviges (1968) und Christi Auferstehung in Köln-Lindenthal. Der Böhmweg fügt sich somit ins Schriftsteller-/Künstlerquartier Neubrücks ein und steht namentlich für das katholisch geprägte Bauen der Adenauer-Ära.
Quellen: