Briandstr.
Benannt nach Aristide Briand (1862–1932), französischem Sozialisten und einer der prägenden europäischen Politiker der Zwischenkriegszeit. Briand war elfmal französischer Ministerpräsident (1909–1932) und über zwanzig Jahre Aussenminister. Sein politisches Lebenswerk war die deutsch-französische Aussöhnung nach dem Ersten Weltkrieg: Mit dem deutschen Aussenminister Gustav Stresemann handelte er die Locarno-Verträge (1925) aus, die die Westgrenzen Deutschlands völkerrechtlich anerkannten und Deutschland den Eintritt in den Völkerbund 1926 ermöglichten. Beide erhielten 1926 gemeinsam den Friedensnobelpreis. 1929 schlug Briand die Schaffung eines europäischen Staatenbundes vor – eine frühe Vision der späteren Europäischen Gemeinschaft. Die Briandstraße gehört zum Quartier der Europa-Vorbereiter in Neubrück (gemeinsam mit De Gasperi, Schuman, Robert Rolland, Robert Schuman und Jean Jaures).
Quellen: