Friederike-Nadig-Weg
Benannt nach Friederike „Frieda" Charlotte Louise Nadig (11. Dezember 1897 in Herford – 14. August 1970 in Bad Oeynhausen), SPD-Politikerin und einer der vier Mütter des Grundgesetzes. Tochter eines sozialdemokratischen Tischlers und Landtagsabgeordneten, trat Frieda Nadig mit 19 Jahren in die SPD ein, absolvierte 1922 die Soziale Frauenschule Alice Salomons in Berlin und arbeitete als Wohlfahrtspflegerin in Bielefeld. 1930–1933 gehörte sie dem Preußischen Provinziallandtag an, wurde 1933 von den Nationalsozialisten aus dem öffentlichen Dienst entlassen und musste sich bis 1945 als Buchhalterin durchschlagen. Nach dem Krieg war sie 1947–1950 Mitglied des Landtags von Nordrhein-Westfalen und gehörte 1948/49 zu den vier weiblichen Abgeordneten im Parlamentarischen Rat, der das Grundgesetz erarbeitete. Gemeinsam mit ihrer Parteifreundin Elisabeth Selbert kämpfte sie gegen heftigen Widerstand der Mehrheit für den Satz „Männer und Frauen sind gleichberechtigt" in Artikel 3 Abs. 2 GG — mit Erfolg. Von 1949 bis 1961 saß sie im Deutschen Bundestag und setzte sich für Gleichstellungsgesetzgebung ein. Mit der Benennung 2004 wurde Frieda Nadig in das Brücker Frauen-Quartier aufgenommen.
Quellen: