Goffineweg
Benannt nach Leonhard Goffine (1648–1719), Prämonstratenser-Mönch aus dem Mutterkloster Steinfeld in der Eifel — von dem das Dünnwalder Kloster über Jahrhunderte abhängig war (siehe Prämonstratenserstr.). Goffine wurde in Broich bei Jülich geboren und schrieb sein berühmtestes Werk, die Hand-Postille (Erstausgabe Mainz 1690) — eine katholische Predigtsammlung in Form von Frage und Antwort, mit kurzen Auslegungen aller Sonn- und Feiertagsperikopen des liturgischen Jahres. Mit über 120 Auflagen und Übersetzungen ins Mährische, Tschechische, Ungarische, Englische, Französische, Italienische und Flämische gehört sein Werk zu den meistverbreiteten Erbauungsbüchern der Weltliteratur — nur Thomas a Kempis' Imitatio Christi übertraf es. Auf dem Dünnwalder Friedhof am Goffineweg liegt das Grab des Heimatforschers Franz Peter Kürten (siehe Franz-Peter-Kürten-Weg).