Heinz-Kühn-Str.
Benannt nach Heinz Kühn (1912–1992), sozialdemokratischem Politiker, NRW-Ministerpräsidenten und Bürger der Stadt Köln. Kühn wurde am 18. Februar 1912 in Köln geboren, machte 1930 sein Abitur am Hansa-Gymnasium und floh 1933 vor den Nazis nach Prag, später nach Brüssel, wo er bis 1945 als Journalist gegen den Nationalsozialismus arbeitete. Nach dem Krieg kehrte er nach Köln zurück und baute über die SPD die NRW-Politik mit auf. Am 8. Dezember 1966 wurde Kühn zum Ministerpräsidenten von Nordrhein-Westfalen gewählt — ein Amt, das er bis 1978 ausfüllte; in diese Zeit fielen die Bewältigung der Bergbau-Krise, die kommunale Neuordnung 1975 und große Bildungsreformen. 1978–1980 war Kühn der erste Ausländerbeauftragte der Bundesregierung; sein „Kühn-Memorandum" von 1979 gilt als Grundlage moderner Integrationspolitik. Bemerkenswert: Heinz Kühn starb am 12. März 1992 in seinem Haus in Köln-Dellbrück — er war damit Bürger des Nachbarstadtteils und ist mit der Heinz-Kühn-Str. in Holweide direkt rechtsrheinisch geehrt.
Quellen: