Straßen·Lexikon Köln · Est. 2026

Mathilde-Herz-Weg

Länge
168 m
Hausnummern
50827: ungerade 1–11, gerade 2–32
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Stadtteil
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Benannt nach Mathilde Herz (1880–1942), jüdische Bickendorferin und Opfer der Schoa. Mathilde wurde in Polch bei Mayen-Koblenz als viertes von 14 Kindern des jüdischen Ehepaars Hermann Herz und Johanna geb. Bender geboren. 1904 heiratete sie Albert Herz; das Ehepaar zog nach Köln-Bickendorf in die Häuschensweg 18 und ernährte sich vom Klein- und Vieh-Handel. Die Kinder Martha (*1906), Karl Sally (*1907) und Benno (*1914) wurden in Bickendorf geboren. Im Oktober 1941 wurden Mathilde und Albert in das Sammellager Köln-Messe Deutz einbestellt — angeblich zur „Umsiedlung in den Osten". Mit über 1.000 weiteren Kölner Jüdinnen und Juden wurden sie in das Ghetto Litzmannstadt (Łódź) deportiert; Mathildes Todestag ist mit dem 15. Mai 1942 beziffert. Ihre Familienangehörigen wurden bis September 1942 im Vernichtungslager Kulmhof / Chełmno ermordet. Heute steht an ihrem ehemaligen Wohnort das „Herzhäuschen" — ein restauriertes Bauernhaus des 19. Jahrhunderts, in dem die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte präsentiert wird.

Quellen: