Max-Fremery-Str.
Benannt nach Max Fremery (1859–1932), in Köln geborenem Chemiker und Industriellen — Erfinder der deutschen Kupfer-Kunstseide. 1891 begann Fremery gemeinsam mit dem Ingenieur Johann Urban in Oberbruch (Heinsberg) die Fabrikation von Glühlampenfäden aus Cellulose; 1897 patentierten sie ein Verfahren zur Herstellung von Fäden aus in Kupferoxid-Ammoniak gelöster Cellulose — die Geburtsstunde der deutschen Kupfer-Kunstseide. 1899 gründete Fremery mit Partnern die Vereinigte Glanzstoff-Fabriken AG (VGF), die rasch zum weltweit führenden Hersteller von Kunstseidenfäden aufstieg. Glanzstoff revolutionierte die Textilindustrie: leichte, glatte, glänzende Stoffe wurden für jedermann erschwinglich. Im Bickendorfer Cluster der Industrie-Pioniere ist Fremery — neben den Auto- und Motoren-Pionieren — Vertreter der chemischen Faserindustrie.
Quellen: