Mendelssohnstr.
Benannt nach Felix Mendelssohn Bartholdy (1809–1847), Komponist, Pianist, Organist und einer der bedeutendsten Musiker der deutschen Romantik. Geboren in Hamburg in eine wohlhabende, kulturell hochgebildete jüdisch-protestantische Familie, war er Enkel des Philosophen Moses Mendelssohn. Mit nur 24 Jahren wurde er 1833 Musikdirektor in Düsseldorf, 1835 Gewandhauskapellmeister in Leipzig — wo er das Orchester binnen weniger Jahre zu einem der führenden Klangkörper Europas formte. 1843 gründete er das Leipziger Konservatorium. Sein Werk — die Oratorien „Paulus" und „Elias", das Violinkonzert e-Moll, die „Italienische" und „Schottische Sinfonie", der „Sommernachtstraum" und unzählige Lieder — wurde nach seinem frühen Tod 1847 in Leipzig wegen seiner jüdischen Herkunft im 20. Jahrhundert von den Nationalsozialisten verboten. Im Bickendorfer Cluster bildet er — gemeinsam mit Friedrich Silcher (siehe Silcherstr.) — das kleine Komponisten-Duo.
Quellen: