Steubenstr.
Benannt nach Friedrich Wilhelm von Steuben (1730–1794), in Magdeburg geborenem preußischem Offizier und einem der „Väter der United States Army". Im Siebenjährigen Krieg (1756–1763) stieg Steuben unter Friedrich dem Großen zum Hauptmann auf und war zeitweise dem preußischen Generalstab zugeteilt. 1777 reiste er — vermittelt durch Benjamin Franklin — nach Amerika; George Washington ernannte ihn umgehend zum Generalinspekteur der Kontinentalarmee. Im Winter 1777/78 in Valley Forge drillte Steuben die zerlumpten, hungernden amerikanischen Truppen binnen weniger Wochen zur disziplinierten Berufsarmee — ein Wendepunkt des Unabhängigkeitskriegs. Sein „Blü Book" (Regulations for the Order and Discipline of the Troops of the United States) blieb bis 1812 das offizielle US-Heeresreglement. Nach dem Krieg wurde Steuben US-Bürger und mit einem Landgut bei Remsen, NY, beschenkt — wo er 1794 starb. Im Bickendorfer Mosaik ist die Steubenstr. eine der wenigen Straßen mit transatlantisch-amerikanischem Bezug.