Straßen·Lexikon Köln · Est. 2026

Wilhelm-Leuschner-Str.

Länge
167 m
Hausnummern
50739: ungerade 1–43, gerade 2–18
Fotografien
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Stadtteil
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Benannt nach Wilhelm Leuschner (1890-1944), sozialdemokratischen Gewerkschafter und einem der wichtigsten Verschwörer um Stauffenberg. Leuschner wurde am 15. Juni 1890 in Bayreuth geboren und war Holzbildhauer von Beruf. Ab 1913 stellvertretender Vorsitzender des Darmstädter Gewerkschaftskartells, ab 1928 hessischer Innenminister (SPD). Nach 1933 mehrfach in KZ-Haft (1933-1934 KZ Börgermoor); danach offiziell "unauffällig", in Wirklichkeit Hauptorganisator des sozialdemokratisch-gewerkschaftlichen Untergrund-Netzwerks. Im Cabinet der Hitler-Gegner war er als Vize-Kanzler der Nach-Hitler-Regierung vorgesehen. Nach dem 20. Juli 1944 wurde er am 16. August 1944 von der Gestapo verhaftet, am 8. September vom Volksgerichtshof zum Tode verurteilt und am 29. September 1944 in Berlin-Plötzensee gehenkt. Seine letzten Worte vor der Hinrichtung sollen gewesen sein: "Schaffen Sie die Einheit, schaffen Sie die Einheit!"

Quellen: