Straßen·Lexikon Köln · Est. 2026

Wilhelm-Sollmann-Str.

Länge
1.469 m
Hausnummern
50737: ungerade 1–107, gerade 2–42
Fotografien
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Stadtteil
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Benannt nach Wilhelm Sollmann (1881-1951), Kölner sozialdemokratischen Politiker und Reichsinnenminister 1923. Sollmann trat 1902 in die SPD ein, war 1907 Mitgründer der Arbeiterjugend in Köln und von 1918-1924 Mitglied des Kölner Stadtrats. Vom 13. August bis 3. November 1923 war er Reichsinnenminister im Kabinett Stresemann (zur Ruhrbesetzungs- und Inflations-Krise). 1933 in den Vorstand der SPD gewählt, wurde er am 9. März 1933 von SA-Männern in Schutzhaft genommen und gefoltert. Nach seiner Freilassung floh er über Luxemburg ins Saarland, dann über Großbritannien 1937 in die USA. In den USA arbeitete er als Schriftsteller, Sprecher und Lehrkraft am Pendle Hill-Quäker-Studienzentrum in Wallingford (Pennsylvania). 1943 nahm er den Namen "William Frederick Sollmann" an. Er starb 1951 in den USA. Sollmann ist eine der bedeutendsten Verbindungslinien zwischen Kölner Sozialdemokratie und amerikanischem Quäker-Pazifismus.

Quellen: