Junkersdorf liegt im Westen Kölns und gehört zum Bezirk Lindenthal. Der Stadtteil grenzt im Osten an Müngersdorf und Lindenthal, im Westen an Weiden.
Das Gebiet ist seit langem besiedelt: Nahe der Aachener Straße – einer römischen Fernstraße – legten Archäologen in den 1940er- und 50er-Jahren ein großes frühmittelalterliches Gräberfeld mit über 500 Gräbern aus der Zeit zwischen etwa 440 und 700 frei. Über die Jahrhunderte war Junkersdorf ein von zahlreichen Höfen geprägtes Bauerndorf. In französischer Zeit gehörte es zur Bürgermeisterei Lövenich, danach zur preußischen Gemeinde Lövenich im Landkreis Köln. 1816 hatte der Ort nur 222 Einwohner.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wuchs Junkersdorf stark: Bis 1964 war die Einwohnerzahl auf rund 6.500 gestiegen. Im Zuge der kommunalen Gebietsreform wurde Junkersdorf zum 1. Januar 1975 nach Köln eingemeindet.
Heute ist Junkersdorf ein begehrtes, durchgrüntes Wohnviertel. Bemerkenswert ist die „Gartenstadt Stadion", ein avantgardistisches Wohnbauprojekt der 1920er-Jahre nahe dem Müngersdorfer Stadion, das am Rand des Äußeren Grüngürtels liegt. Reste alter Gutshöfe erinnern an die dörfliche Vergangenheit.