Porz, auch Porz-Zentrum genannt, liegt rechtsrheinisch im Südosten Kölns und ist der namensgebende Stadtteil des gleichnamigen Bezirks. Rund 15.000 Menschen leben auf 3,1 Quadratkilometern an einem Prallhang des Rheins, gegenüber von Weiß.
Erstmals erwähnt wird der Ort um 1160. Der Name geht vermutlich auf das lateinische „portus" (Hafen) oder „porta" (Tor) zurück – beides passt, denn Porz war im Mittelalter Umschlagplatz für den niederrheinischen Handel und Sitz eines bergischen Gerichts. Im Truchsessischen Krieg 1588 und im Spanischen Erbfolgekrieg 1702 wurde das Dorf vollständig zerstört.
Wirtschaftlich aufwärts ging es erst ab 1874 mit der Bahnstrecke Mülheim–Troisdorf. Es siedelten sich Hochofen, Glas-, Tonröhren- und Chemiebetriebe an. 1910 entstand das Rathaus am Rhein, 1951 erhielt Porz die Stadtrechte, 1975 folgte die Eingemeindung nach Köln.
Heute ist Porz Verwaltungs- und Einkaufszentrum des Bezirks mit Rathaus, Finanzamt, Krankenhaus, Fußgängerzone und Marktplatz. Sehenswert ist die denkmalgeschützte Germania-Siedlung von 1899–1903, eine fast vollständig erhaltene Werkssiedlung der einstigen Germania-Spiegelglaswerke mit Direktorenvilla, Meister- und Arbeiterhäusern.